Sommerakademie in St. Florian

Auch heuer bin ich wieder mit meiner Partnerin Angelika Offenhauser in St. Florian, wo wir für hochbegabte Kinder einen Kurs zum Thema "Vom Experiment zum Kunstwerk" halten. Am Montag haben wir aus Ton und Lehm Erdfarben hergestellt, mit denen auf Betonplatten gemalt wurde. Gestern war die Farbgewinnung aus Rinden, Blüten, Beeren und Wurzeln an der Reihe. Am Abend fand ein großes Spiel statt, bei dem ich in die Rolle der Dorfältesten schlüpfen durfte. Die Kinder wurden in Gruppen mit Namen von afrikanischen Stämmen eingeteilt, die an verschiedenen Stationen unterschiedliche Aufgaben erledigen mussten. Ich bekam eine Mappe, in der genau aufgeschrieben war, was ich welcher Gruppe auf welche Frage antworten durfte. Außerdem gab es einige foliierte Bilder, die verschiedene Gegenstände symbolisierten. Und natürlich durfte ich den Kindern nicht einsagen, was sie mich fragen sollten! Das Spiel begann gegen 19:00 Uhr und endete mit Einbruch der Dunkelheit, so lange waren die einzelnen Gruppen mit Feuereifer unterwegs, um die ihnen gestellte Aufgabe zu erfüllen.

Am heutigen Tag konnten die Kinder die Kurse wechseln, um auch das Angebot der anderen Kursleiter und -Leiterinnen kennen zu lernen. Am Nachmittag besuchten wir den Stift in St. Florian. Die Führung begann mit einem Orgelkonzert. Ich war vom Klang dieses berühmten Instrumentes ein wenig enttäuscht. Nach der Führung erzählte mir unsere Führerin, dass ihr Mann bei Orgelkonzerten mit der Geige spiele: bis zum Dreikönigstag sei die Stimmung der Geige passend, danach müsse sie tiefer gestimmt werden, weil es in der Kirche dann so kalt sei, dass sich die Stimmung der Orgel verändere. Ob die große Hitze, unter der wir heute alle ein wenig gelitten haben, schuld daran war, dass die Orgel nicht ihren optimalen Klang entfalten konnte? Die Kinder stellten ebenfalls viele Fragen, mit denen die meisten Erwachsenen von Kindern in diesem Alter nicht rechnen würden. Mir gefällt es, wie sie versuchen, neues Wissen mit bereits Gelerntem zu verbinden. Oft entstehen dabei interessante Gespräche, die ich mit so manchem Erwachsenen nicht auf diese Art führen könnte. Am schönsten aber ist es, wenn die Burschen und Mädchen mit leuchtenden Augen im "Labor" ihrem Forscherdrang nachgehen und mit den von uns zur Verfügung gestellten Materialien ihren eigenen Versuchen nachgehen. Dann hat sich der ganze Aufwand für diesen Kurs wieder gelohnt!

Eure

Rosensilke

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Kommentare: 2
  • #1

    Ulrich (Mittwoch, 25 Januar 2017 16:24)

    Auch ich habe schon sehr lage nicht`s mehr von einer sehr engen Verwantschaft gehöhrt, jedoch getraue ich micht nicht Sie anzurufen, ich habe einfach große Angst das ich mich wieder unötigerweise aufrege. Bin jetzt 73 Jahre alt habe nicht mehr alzulange zu leben und der Gedanke ohne Abschid von mener Tochter gehen zu müssen betrübt mich.stark. jedoch wünsche ich Ihnen das Sie nicht das gleiche mit Ihrer Tochter erleben nüssen. Wie sagt man so schöhn, im Leben kommt alles zurück.

  • #2

    Ulrike (Mittwoch, 25 Januar 2017 18:42)

    Vielleicht sollten Sie Ihrer Tochter mal Ihre e-mail-Adresse mit einem kurzen Schreiben senden. Das gibt beiden Seiten die Möglichkeit, sich langsam und behutsam wieder anzunähern.