Körpergefühl

Gestern habe ich zum ersten Mal einen Kerl auf die Matte gelegt. O.K., es war ein netter junger Mann, der sich im entscheidenden Moment auf den Fußboden der Turnhalle hat fallen lassen, damit ich die vorgeschriebenen Bewegungsabläufe fertig durchführen konnte. Und es gab leider auch keine Matten, sondern lediglich die harte Realität eines Volkschulturnhallenbodenbelages. Erfreulicher Weise aus Holz. Natürlich bin ich selbst bei den Übungen viel öfters zu Boden gegangen, wovon etliche blaue Flecken und eine Schürfung an meinem linken Unterarm ein schmerzendes Zeugnis ablegen.Besonders unangenehm ist die Prellung an der Innenseite meines rechten Unterschenkels, knapp über dem Knöchel. Aber ich weiß dafür jetzt immer ganz genau, wo mein rechter Fuß umgeht. Nämlich direkt unter der Stelle, die bei jeder kleinsten Bewegung helle, durchdringende Impulse an mein Schmerzzentrum weiterleiten. Hurra, ich lebe! Aua.


Bevor hier Missverständnisse auftauchen: ich kann mir durchaus angenehmere Sportarten vorstellen, um ein besseres Körpergefühl zu entwickeln. Tanzen zum Beispiel. Was allerdings einen willigen Tanzpartner voraussetzt, der seinerseits seinen Körper – vor allem seine Füße! – halbwegs kontrollieren kann. Ich weiß gar nicht mehr, wann mich zuletzt ein Mann zum Tanzen aufgefordert hat - wobei: Hat sich je ein Mann getraut, mich zum Tanzen aufzufordern?! Soweit ich mich erinnern kann, musste immer ich die Initiative ergreifen, wenn ich einen anständigen Tänzer ergattern wollte. Dabei bin ich ganz harmlos.  Ehrlich. Ich beiße selten und schlage nur, wenn ich angegriffen werde – oder im Training bin. Bei Karate sind die Partnerübungen zumindest geschlechtsneutral.


Also, wenn ihr mich bei einer Tanzveranstaltung seht - traut euch!

Eure

Rosensilke


P.S... und über ein paar Tipps, wo es sich gut tanzen lässt, wäre ich auch recht dankbar...

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