Regenmachen

Diese Hand gehört meiner liebsten Lehrmeisterin
Diese Hand gehört meiner liebsten Lehrmeisterin

Ich gebe es offen zu: an der derzeitigen Dürreperiode bin einzig und allein ich schuld. Weil ich nämlich zur Zeit viel zu wenig Geigenspielen übe. Meine Familie hat nämlich einhellig festgestellt, dass immer, wenn ich ordentlich die Saiten strapaziere, bald darauf mit einem Regenguss zu rechnen ist. Sogar Unwetterwarnungen wurden von diversen Versicherungen per SMS versendet, wenn ich besonders eifrig meine Etüden gespielt hatte. Aber bei dieser Hitze klingt die Geige ein wenig seltsam, unvertraut. Und seitdem mein Bogen frisch bespannt ist, scheint er auf den Seiten ein wenig mehr zu springen als früher - aber vielleicht muss er erst neu eingespielt werden. Und was halt so der  Ausreden mehr sind...

Bei meiner Arbeit mit den Kindern hatte ich auch gelegentlich meine Geige mit. Wenn sie wollten, durften sie auch ausprobieren, wie man darauf spielt - nachdem ich ihnen genau erklärt hatte, was passieren kann, wenn die Geige unachtsam behandelt wird oder gar herunter fällt. Da sind sogar die wildesten Rabauken achtsam geworden und haben einander zur Vorsicht ermahnt. Die meisten Menschen sind überrascht und freuen sich, wenn ich ihnen erlaube, mein Instrument auszuprobieren. Wenn ich übe, fühle ich mich wiederum mit den Menschen verbunden, mit denen ich meine Freude am Geigenspielen teilen durfte. Das ist für mich eine der schönsten Motivationen, mich jeden Tag aufs neue der Herausforderung zu stellen, dieses anspruchsvolle Instrument zu meistern.

Darum gehe ich jetzt gleich wieder ein wenig üben - wir brauchen wirklich dringend wieder einen ordentlichen Regenschauer! :-)

Eure

Rosensilke

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