Wetterleuchten

Wie Ihr anhand der leichten Regenfälle  feststellen könnt, habe ich wieder ernsthafter mit dem Geigeüben angefangen! JIm Moment versuche ich, die Haltung meiner linken Hand so zu verändern, dass ich die Töne auf allen vier Saiten sicherer treffen kann. Um besser beurteilen zu können, ob ich sie auch richtig spiele, versuche ich sie in mir - in meinem Körper - zu finden. Dabei habe ich das Gefühl, dass die Töne entlang einer Geraden, die von meinem Scheitel bis zum Bauch geht, an jeweils einem bestimmten Punkt sitzen. Spannend ist, dass ich das 440 Herz A als entspannend, das 443 Herz A (so ist die Geige gestimmt!) als angespannt empfinde. Oder bilde ich mir das nur ein? Es ist nicht leicht für mich, auf diese Art in mich hinein zu spüren.  Bisher habe ich immer versucht, mir die Klänge vorzustellen. Sie sozusagen mit meinen geistigen Ohren zu hören.

Jetzt greife ich auf eine Technik aus der Stimmbildung zurück: das Tönen. Dabei werden die Selbstlaute UOAEI in dieser Reihenfolge„getönt“, also möglichst schön klingend gesungen, wobei das U am tiefsten, das I am höchsten ist. Mit einem Stimmgerät überprüfe ich, wo ich mit meiner  Stimme hinkomme. Das tiefste ist das  #c1 (ein Halbton höher als der tiefste Ton einer „normalen“ Blockflöte). Zum c komme ich beim besten Willen nicht runter… mein „Wohlfühl A“ liegt beim G, und nach oben hin werde ich so kieksig, dass ich erst einmal aufgegeben haben. Diese Übung habe ich wohl schon viel zu lange vernachlässigt! Als nächsten Schritt probierte ich, das a1 auf „A“ zu singen. Es hat ein wenig gedauert, bis ich es endlich geschafft hatte, den Ton beim Ansingen halbwegs richtig zu treffen. Und genau in dem Moment bemerkte ich ein Wetterleuchten! Ich musste unwillkürlich lächeln – ob das ein Zeichen ist, dass ich auf dem richtigen Weg bin?

Herzlichst

Rosensilke


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