Bunte bunte Smartwelt


Fotografieren, im Internet surfen, Apps installieren, Bild mit Waths App versenden  – alles kein Problem. Da – ein Anruf! Erfreut tippe ich auf das grüne Hörersymbol, ohne Erfolg. Mein Tippen wird intensiver, mein Finger trommelt ein heftiges Stakkato auf den zum Glück recht stabilen Bildschirm, das Handy klingelt munter weiter. Noch ein paar Töne, und ich erhalte die Anzeige „Anruf in Abwesenheit“.  Mein erster Anruf, und ich kann ihn nicht entgegennehmen! Aber zum Glück habe ich eine zwölfjährige Tutorin, die mich geduldig einweist: nicht tippen – drüberstreicheln lautet die Devise. Abgesehen von solchen unwichtigen Kleinigkeiten (wer will schon in den Ferien telefonieren?!) haben sich in den letzten Tagen vor allem folgende Probleme herauskristallisiert:

  1. Wo gebe ich das Handy hin, damit ich es bequem mit mir herumtragen kann?
  2. Wie halte ich meine KInder - vor allem meine Tochter! Von meinem Handy fern?
  3. Wie bekomme ich mein Handy wieder von meinem Mann zurück?!

Die Lösungen zu Problem eins und zwei sind in Arbeit: momentan probiere ich eine kleine Gürteltasche, um das Handy darin aufzubewahren. Ist halt in erster Linie eine Hosenlösung. Meine Tochter wird ihr eigenes – kleineres – Handy erhalten, damit sie in Ruhe die Funktionen erkunden und mir nachher zeigen kann. Davon erhoffe ich mir in erster Linie Zeitersparnis, Zeigenlassen geht schneller als Selberdraufkommen, wenngleich der Lerneffekt natürlich nicht so hoch ist. Schwieriger ist Punkt drei zu lösen: Das hab ich nun davon, dass ich immer zu bequem war, meine Computerprogramme selbst zu installieren. Jetzt hab ich weder Zuganscodes noch das nötige Wissen, um jederzeit meine Accounts herumjonglieren zu können. Nach anfänglichem „Interessiert mich nicht“ und „musst Du selber herausfinden“ hat meinen Mann der Ehrgeiz gepackt. Allerdings ist es nicht so einfach, den e-mail Account eines Anbieters mit der Telefonnummer eines anderen Anbieters zu verbinden – der Wurm steckt im Detail bzw. in der Definition, was genau unter „Benutzername“ und „Passwort“ einzutragen ist. Der Kombinationsmöglichkeiten sind viele, auch die Servernamen sind offenbar nicht immer eindeutig zuordenbar. Auf alle Fälle scheint es viel einfacher zu sein, unter fremden Namen e-mails loszuschicken, als unberechtigt anderer Leute e-mails empfangen zu können. Was ja auch wieder beruhigend ist.

Was ich jetzt lernen muss, ist, den Mund zu halten und ein Pokerface auf zu setzten, wenn etwas Neues mit dem Handy ausprobieren möchte. Sonst bin ich es wieder für die nächsten drei Stunden los…

Zeit wird’s, dass mein Mann wieder gesund wird! :-)

Rosensilke

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